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ARCHÄOLOGISCHE AUSGRABUNGEN
Die archäologischen Ausgrabungen bilden einen wesendlichen Teil
der archäologischen Forschungsmethode. Der Boden konserviert die
Reste der Vergangenheit und durch eine moderne Grabungsmethode gewährleistet
der Archäologe die Erfassung und Dokumentation der erhaltenden Reste,
dem sogenannten "Archäologischen Befund". Die Bergung und
Katalogisierung der Kleinfunde bildet einen weiteren Arbeitsschwerpunkt
des Ausgräbers im Verlauf einer archäologischen Untersuchung.
Die Vorgangsweise des Archäologen orientiert sich nach der Art der
Fundstelle (z. B. Burg, Kirche, Siedlung oder Friedhof / Gräberfeld)
und nach dem Vorhandensein einer Stratigrafie. Für das Spätmittelalter
ist häufig auch die Verbindung mit der erhaltenen Bausubstanz entscheidend.
Archäologische Grabungen mit spätmittelalterlichen Befunden
und Funden sind im Tiroler Raum in den letzten Jahrzehnten immer häufiger
durchgeführt worden. Die Tätigkeit der Denkmalämter von
Innsbruck, Bozen und Trient, besonders aber die Forschungsprojekte des
ehemaligen Instituts für Ur- und Frühgeschichte sowie Mittelalter-
und Neuzeitarchäologie, jetzt Institut für Archäologien,
der Universität Innsbruck haben die Kenntnis der spätmittelalterlichen
Sachkultur im Tiroler Raum entscheident erweitert.
Für das Spätmittelalter wichtige archäologische Grabungsstellen
im Alttiroler Raum und der ehemaligen Vorderen Grafschaft Görz:
Waltherplatz in Bozen
Schloss Tirol
St. Martin in Thurn
Schloss Bruck
Thurnerhof in Langkampfen
Ruine Flaschberg bei Oberdrauburg
Ruine Erpfenstein im Leukental
Ruine Herrenhauswand bei Schwend
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