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REENACTMENT
Unter Reenactment versteht man die Beschäftigung mit einer historischen
Epoche durch die Rekonstruktion des alltäglichen Lebens und der damaligen
Verhältnisse, gekoppelt mit einem mehr oder weniger ausgeprägten
Rollenspiel. In manchen europäischen Ländern hat das Reenactment
bereits eine lange Tradition. Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn
des 20. Jahrhunderts waren auch in Tirol manche Reenactors zu finden,
die einem romantisch verklärten Bild des Mittelalters anhingen.
Während die großen Kriege in weiten Teilen Mitteleuropas das
Reenactment des Mittelalters zum Erliegen brachten, lebte es in Westeuropa
und in Italien (in der speziellen Form des volkloristischen Palio) fort.
Ende des 20. Jahrhunderts erlebte das Interesse am Mittelalter insgesamt
einen großen Aufschwung in Europa und im Zuge dieser Entwicklung
entstanden überall neue Gruppen und Vereine, die sich mit dem Leben
im Mittelalter beschäftigten.
Viele dieser Gruppen beziehen heute die Informationen für die Grundlage
der Rekonstruktionen aus populärwissenschaftlichen Werken und vermischen
dabei Vorlagen aus unterschiedlichen Gegenden und Zeitstellungen - ein
Vorgang der solange legitim bleiben mag, als die Gruppe keinen Anspruch
auf wissenschaftliche Seriosität erhebt.
Einige Gruppen allerdings arbeiten vorbildlich mit Museen und Institutionen
zusammen und erarbeiten auf dem Wege der experimentellen Archäologie
Ergebnisse, die durchaus wissenschaftliche Beachtung verdienen. Darüber
hinaus ist der didaktische Wert von seriösen Reenactment auch in
der Wissenschaft weitgehend unbestritten.
VEREINE

» Die Elvelüüt-Hamborch gibt es seit Oktober
2000. Die Gruppe stellt
Hamburger Zivilbevölkerung zwischen den Jahren 1375 bis
1425 dar.
Es werden verschiedene Bevölkerungsschichten dargestellt
wie
z.B. (Hanse-)Kaufleute, Schmied und Drechsler.
Kontaktadresse: andreas.vollborn@elvelueuet-hamborch.de


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